FDP.Die Liberalen
Rafz

So kann es im Rafzerfeld nicht weiter gehen!

So kann es im Rafzerfeld nicht weiter gehen!

Als Schulpfleger bin ich dankbar, dass die Gemeindeversammlung von Anfang Dezember 2017 grünes Licht gegeben hat für die Einführung unseres Informatikkonzeptes. Es war ein Akt der Transparenz, dem Stimmbürger die Kosten der nächsten Jahre aufzuzeigen. Letztlich baut das Konzept auf bestehenden Elementen auf. Bildung ist eine der wenigen Ressourcen, welche unser Land zu bieten hat. Ausser dem Kies im Rafzerfeld natürlich.

Gleichzeitig wurde die Schule gebeten, enger mit dem unteren Rafzerfeld zusammenzuarbeiten. Die Schulpflege wird sich das zu Herzen nehmen und schon bald einen ersten Termin wahrnehmen. Was man aber wissen muss: Eine Zusammenarbeit funktioniert nur mit Anschlussvertrag. Ein Zweckverband ist nicht mehr zulässig und in der Gemeindestruktur passt es ausserdem nicht. Wir sind eine Einheitsgemeinde. Wil, Hüntwangen und Wasterkingen hingegen nicht. 

Vor über 20 Jahren bin ich ins Rafzerfeld gezogen und fragte mich schon damals - weit vor der Einheitsgemeinde Rafz - weshalb sich die Orte im Rafzerfeld nicht zusammenschliessen. Ich weiss, teilweise ist das historisch bedingt. Aber meine ganz persönliche Meinung hat sich seither nicht geändert, im Gegenteil: Uns stehen Investitionen bevor und wir stehen finanziell alles andere als rosig da. Den anderen Gemeinden geht es gleich. Warum also nicht ernsthaft die Köpfe zusammenstecken und nachdenken, ob eine politische Fusion aller Gemeinden nicht sinnvoll wäre?

Wer nun argumentiert, es würde damit nicht günstiger, dem pflichte ich sogar zu. Günstiger wird es kaum, weil wir dann darüber nachdenken müssen, ob das Gemeinde- und Schulpräsidium nicht ein Vollamt werden sollte. Aber Ämter könnten zusammengelegt werden, ohne dass der dörfliche Charakter verloren geht.

Wer macht den ersten Schritt?

Stefan Weiss