FDP.Die Liberalen
Rafz

Leserbrief im Zürcher Unterländer vom 3. Februar 2018

Leserbrief im Zürcher Unterländer vom 3. Februar 2018

Als Bürger und Schulpfleger von Rafz nehme ich interessiert den Bericht zur Kenntnis, wonach der Wasterkinger Gemeindepräsident auch als Schulpflegepräsident kandidieren will.

Diese Absicht ist aus zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Einerseits gibt Peter Zuberbühler in­direkt zu, dass der Gemeinderat und die (zurücktretende) Schulpflege ihre Interessen nicht ab­gesprochen haben. Andererseits wird offensichtlich, dass die Struktur einer politischen und einer Schulgemeinde ein Relikt aus der Vergangenheit ist. In sämtlichen Gemeinden wird gefordert, dass man im Rafzerfeld enger zusammenarbeiten soll. Was dabei ausgeblendet wird: In der jetzigen Situation ist es mit gleich langen Spiessen gar nicht möglich.

Zweckverbände sind nicht mehr zulässig. Zu Recht, denn diese sind aus meiner Sicht weitgehend der politischen Kontrolle der Gemeinden entzogen. Derzeit könnte die Schule Unteres Rafzerfeld (SUR) mit Rafz nur mittels Anschlussvertrag zusammenarbeiten. Oder direkter formuliert: Die SUR hätte nichts mehr zu sagen.

Als Zugezogener – aber seit vielen Jahren auch Rafzer Bürger – ist mir bewusst, dass die Bewohner der einzelnen Gemeinden nicht immer beste Freunde waren und sind. Dennoch wäre es an der Zeit, sich ernsthaft mit der Zukunft zu befassen.

Ich wünsche mir von den Politikern, dass ein Zusammenschluss aller Rafzerfelder Gemeinden in der Legislaturperiode 2018 bis 2022 ernsthaft geprüft wird. Es wird nicht günstiger, aber ich sehe eine Chance, die Strukturen zu optimieren. Die Frage ist bloss: Wer macht den ersten Schritt?

Stefan Weiss